Kollektives Gedächtnis
Zu den Mitte der 1960er Jahre erfolgten Reformen im niedersächsischen Schulwesen gehörten ein jeweils nach den Sommerferien beginnendes Schuljahr. Bis 1966 hatte ein Schuljahr noch nach den Osterferien begonnen. Im Zuge der Umstellung gab es in den vierzehneinhalb Monaten zwischen den Osterferien 1966 und den Sommerferien 1967 zwei Kurz-Schuljahre: Das Kurzschuljahr 1966 dauerte von April bis November, das Kurzschuljahr 1966/67 von Dezember bis Juli. Durch die Besonderheit der Kurzschuljahre umfassten die ersten vier Schuljahre für die 1964 als Erstklässler Eingeschulten nicht 48 sondern nur gut 38 Monate.
Damals gab es keine Grundschulen und keine Orientierungsstufen. Alle (in Niedersachsen) gingen in den ersten vier Schuljahren zur Volksschule. Ab der fünften Schulklasse verblieb ein Teil an der Volksschule, andere gingen zur Realschule (Mittelschule) oder zum Gymnasium (Oberschule).